Partizipation
Was bedeutet Partizipation für unsere Kita?
In unserer Kita ist gelebte Partizipation ein wichtiger Teil des Kita-Alltags. Die Kinder werden in vielen Situationen und Entscheidungen einbezogen. Sie entscheiden zum Beispiel selbst, was sie spielen möchten, und lernen, Konflikte eigenständig zu lösen. Unser Ziel ist es, dass die Kinder früh lernen, für ihre Entscheidungen einzustehen und demokratische Prozesse zu verstehen. Konflikte sollen so weit wie möglich selbstständig und kindgerecht gelöst werden. Kinderrechte sind dabei ein wichtiges Thema und werden aktiv im Alltag besprochen. Besonders wichtige Momente für gelebte Partizipation sind unser Morgenkreis und das Kinderparlament.
Umsetzung im Kita-Alltag: Kinderkonferenz und Morgenkreis
Unsere Kinder werden an der Gestaltung der Morgenkreise und bekommen durch die Kinderkonferenz (KiKo) die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihres Kita-Alltags teilzuhaben:
Morgenkreis:
Die Kinder wählen die Gerichte für den Imbiss für die folgende Woche mittels Bildkarten und Abstimmungssteinchen aus. Sie lernen dabei, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren und ihre eigenen Ideen einzubringen. Diese Methode fördert das Verständnis für Mehrheitsentscheidungen und stärkt die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen. Jeder Morgenkreis wählt mit Hilfe eines Abstimmungssystems seine eigenen KikovertreterInnen. Alle Kinder können sich hierfür aufstellen lassen. Themen für oder aus der Kiko werden in den Morgenkreisen besprochen, um so für Transparenz zu sorgen und alle Kinder miteinzubeziehen.
Kinder wählen gemeinsam zwischen ihnen bekannten Liedern und Spielen und gestalten so den Morgenkreis aktiv mit. Die pädagogischen Angebote werden von den Kindern mittels Zuteilung durch Fotokarten selbständig gewählt.
Kinderkonferenz:
Die VertreterInnen der Morgenkreise finden sich wöchentlich in der Kiko zusammen. Inhalte der Kiko werden von den Morgenkreisen oder dem pädagogischen Personal eingebracht. Die Kinder erleben sich so als MitgestalterInnen des pädagogischen Alltags und lernen demokratische Prozesse kennen. Verantwortungsbewusstsein wird gefestigt und die Umsetzung von Planungsprozessen miterlebt und gestaltet.
Vorteile für die Familien
Die Einbindung der Kinder in Entscheidungsprozesse und Konfliktlösungen hat weitreichende positive Effekte:
- Stärkung der Entscheidungsfähigkeit: Kinder lernen, eigene Entscheidungen zu treffen und dafür einzustehen.
- Konfliktmanagement: sie entwickeln Fähigkeiten, Konflikte angemessen auszutragen und Lösungen zu finden, die nicht körperlicher Natur sind.
- Inklusion: Alle Kinder, auch diejenigen, die sich verbal nicht so gut ausdrücken können, werden aktiv in die Prozesse einbezogen und unterstützt.